Kräuterkunde
In allen Kulturen hat die Kräuterkunde, auch Pflanzenheilkunde oder Phytotherapie genannt, uralte Wurzeln. Bereits die Lehren von Hildegard von Bingen und Hippokrates basieren auf der Anwendung von Heilpflanzen oder deren Teilen zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten oder um das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Sie basiert auf der Verwendung von natürlichen Pflanzenstoffen wie Kräutern, Wurzeln, Blättern, Blüten, Rinden oder Samen. Die Anwendung kann in verschiedenen Formen erfolgen, zum Beispiel als Tees, Tinkturen, Extrakte, Salben, Kapseln oder Tabletten. Ziel ist es, die natürlichen Wirkstoffe der Pflanzen gezielt einzusetzen, um bestimmte Beschwerden zu lindern, das Immunsystem zu stärken oder die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen.
Neben einer Anwendung als Futterzusatz werden Pflanzen oder deren Teile (auch Phytotherapeutika genannt) ebenso erfolgreich zur Inhalation oder als Wickel oder Umschlag eingesetzt. Sie können dabei helfen den Gastrointestinaltrakt, das Herz-Kreislauf-System oder das Atmungssystem zu unterstützen. Auch auf Haut und Haar haben Heilpflanzen oft eine sehr positive Auswirkung.
Phytotherapie wird oft als sanfte Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin genutzt, wobei die Wirksamkeit je nach Pflanze und Anwendungsgebiet unterschiedlich sein kann. Frei nach Sebastian Kneipp: "Gegen (fast) alles ist ein Kraut gewachsen: ich sage Ihnen welches!"